Fotogalerien zum Thema
"MAGDEBURG - Meine Heimatstadt "
von Jens 
Privates über JK
  Klapputh (JK)

li

Abriss Hochhaus "Am Seeufer"
abriss_am_seeufer (1) abriss_am_seeufer (2) abriss_am_seeufer (3) abriss_am_seeufer (4) abriss_am_seeufer (5) abriss_am_seeufer (6) abriss_am_seeufer (7) abriss_am_seeufer (8) abriss_am_seeufer (9) abriss_am_seeufer (10) abriss_am_seeufer (11) abriss_am_seeufer (12) abriss_am_seeufer (13) abriss_am_seeufer (14) abriss_am_seeufer (15) abriss_am_seeufer (16) abriss_am_seeufer (17) abriss_am_seeufer (18) abriss_am_seeufer (19) abriss_am_seeufer (20) abriss_am_seeufer (21) abriss_am_seeufer (22) abriss_am_seeufer (23) abriss_am_seeufer (24) abriss_am_seeufer (25) abriss_am_seeufer (26) abriss_am_seeufer (27) abriss_am_seeufer (28) abriss_am_seeufer (29) jquery zoom lightboxby VisualLightBox.com v6.1

Textquelle:https://magdeburgernews.de/aktuell?M=49038264

Abriss Ost. Magdeburg: Kahlschlag bei Sozialwohnungen.

6. Dezember 15:13 Uhr

Maggdeburg . Jeder weiß, dass in ganz Deutschland Wohnungen rar sind, insbesondere bezahlbare. Also Sozialwohnungen.

Neue Studien gehen von einem Fehl von 2 Millionen Wohnungen aus. Der Mieterbund beziffert diese Zahl sogar auf 3, 5 Mio., um genug Wohnraum für Einkommensschwache zu schaffen. Mehr und mehr können aber auch Durchschnittsverdiener die Mietpreise kaum noch stemmen. Und jeder weiß auch, dass sozialer Wohnungsbau so gut wie nicht stattfindet. Wohl aber das Gegenteil davon. Nämlich Abriss derselben.

Beispiel Magdeburg: Kaum erst sind im Stadtteil Neustädter See zwei zehngeschossige Blöcke dem Erdboden gleich gemacht worden, machen sich die Abrisskommandos jetzt gerade an einem 16-geschosser in direkter Seelage (!) zu schaffen. Der nun schon fünfte Wohnblock im Stadtteil Neustädter See. Auch auf der gegenüberliegenden Seite, im Stadtteil Kannenstieg, waren die „Rückbauer“ schon fleißig. Zusammen genommen sind allein in Magdeburg Nord Wohnungen eliminiert worden, die einer Kleinstadt entsprechen. Wohlgemerkt, es handelt sich um solide, sanierungswürdige Bausubstanz. Das kann ich als Mann vom Fach einschätzen.

Warum also nicht sanieren, wenn laut offizieller Statistik Millionen Wohnungen in Deutschland fehlen. Zu teuer, argumentieren die Wohnungsunternehmen. Freilich, wenn der Abriss gefördert wird (!), statt unsere Steuergelder in die Sanierung zu stecken. Wer verantwortet eigentlich diesen Kahlschlag und die Verschwendung der Steuergelder?

Zu Zeiten des früheren Bauministers Karl-Heinz Daehre galt die Devise: Sanierung vor Abriss. Nun gehen die Abriss-Strategen der Wohnungsbau-Gesellschaften und –genossenschaften den umgekehrten Weg. Haben sie die künstliche Verknappung von Wohnraum im Blick? Sind für sie Ballungszentren wie München, Hamburg, Berlin und andere Großstädte Vorbild, wo man wegen der Wohnungsknappheit horrende Mieten kassieren kann? So wird Wohnen immer mehr zum Luxus. Weiteres Argument der Wohnungsunternehmen in Magdeburg: Viele Leerstände.

Das aber hat sich angesichts der immer noch anhaltenden Zuwanderung so gut wie erledigt. Wären also unsere Steuergelder nicht besser in Wohnraummodernisierung aufgehoben, statt in den Abriss – neudeutsch „Rückbau“ genannt. Gute Beispiele für Sanierungen von Plattenbauten gibt es ja. Dort wird man auch kaum Leerstand finden. Übrigens, gerade wird ein 16-Geschosser in Nord saniert, aber von einem privaten Investor! Dann muss es sich ja doch lohnen.

Dr. Ing. Björn Lindner


Fotos Jens Klapputh (JK)
© Jens Klapputh (JK) . Alle Rechte vorbehalten.
 li
JKZu den Fotogalerien "Magdeburg - Meine Heimatstadt"


JKZu den Fotogalerien "Fundbüro"


JKStartseite von www.magdeburg-jkfotos.de