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"MAGDEBURG - Meine Heimatstadt "
von Jens 
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  Klapputh (JK)

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Magdeburg - 
Vogelgesang - Park
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Textquelle: http://www.forumgarten-magdeburg.de

Der Vogelgesang war als land- und forstwirtschaftlicher Grundbesitz ursprünglich ein Bestandteil der Klosterstiftungen Beate Mariae Magdalenae und St. Georgii, welche nach der Säkularisierung durch die Innung der Magdeburger Seidenkramer verwaltet wurden. Im 18. Jahrhundert gab es neben ausgedehnten Holzungen auch einen  Garten mit Obstbäumen und Beerensträuchern, man experimentierte sogar mit Weinanbau und es wurden „Bosketts mit Schneckengängen“ erwähnt. Nach dem Ende der „Napoleonzeit“ waren schon im Jahr 1814 Instandsetzungen eingeleitet worden, weitergehende Verbesserungen und Erweiterungen der Gartenanlagen initiierte wenig später eine Gruppe engagierter Bürger um den Kaufmann Sturm.

So wurde der Vogelgesang bald zu einem besonders populären Erholungsort. Dies bewog im Jahr 1841 den Magdeburger Magistrat zum Ankauf des Klosterbesitzes und damit zur dauerhaften Sicherung für die Einwohnerschaft. Allerdings wurde damals ein Drittel des Areals abgeholzt und als Ackerland verpachtet, um die Aufwendungen der Kämmereikasse für den Grunderwerb ausgleichen zu können. Den verbliebenen Teil wertete man aber durch eine Umgestaltung auf, zu welcher der Dessauer Gartenkondukteur Rudolph Schoch einen Entwurf geliefert hatte (1843). Der Garteninspektor Niemeyer ergänzte um 1868 einen Rosengarten und spätestens seit der Einsetzung des Stadtgärtners Schreiber für den Vogelgesang (ab 1884) entwickelte sich dieser zum besonderen Hort der Blumenzucht unter den öffentlichen Gärten Magdeburgs.

Die Zunahme der Pflanzenbestände, aber auch die Überalterung der Rosenpflanzungen veranlassten den Gartendirektor Linke ab 1911 zu einer bedeutenden Modernisierung des Vogelgesangs. Es entstanden ein neuer Rosengarten mit Wasserbecken, Brunnen und Pergolengang sowie ein Stauden- und Heidegarten. Im Jahr 1914 konnte das nördliche Ackerstück dem Park angeschlossen und so der Vogelgesang in seinem ursprünglichen Ausmaß wiederhergestellt werden. Dieses Areal gestaltete man in den folgenden Jahren als großzügige Volkswiese mit einem Planschbecken. Für die bessere Präsentation der umfangreichen Dahlienkulturen kam schließlich an der Schrote noch ein Dahliengarten hinzu (1925). Jener Blumenart war außerdem die Deutsche Dahlien- und Herbstblumenschau gewidmet, welche 1928 auf der Volkswiese abgehalten wurde.

Dieser nördliche Parkteil erfuhr mit der Eröffnung des schon seit Jahrzehnten ersehnten Magdeburger Tiergartens im Jahr 1950 nachhaltige Veränderungen (der eigentlich für diesen Zweck vorgesehene Cracauer Anger war als Übungsplatz der sowjetischen Streitkräfte nicht verfügbar). Damit nahm eine Entwicklung ihren Anfang, welche letzten Endes zur weitreichenden Schmälerung des seit 1814 im Vogelgesang Erreichten führte. Während dem Wachsen des Zoos später der größte Teil des Dahliengartens an der Schrote geopfert werden musste, versuchte man seit den 1980er Jahren durch umfangreiche Restaurierungen und gärtnerische Verbesserungen den verbliebenen Teil des Parks aufzuwerten und zu sichern. Doch nach der jüngsten, dringend notwendigen Erweiterung des Zoo-Geländes ab 2006 blieb nur das südliche Drittel der öffentlichen Gartenanlage mit den Sondergärten erhalten. Mit der Übereignung des Vogelgesangs an die Zoo-gGmbH hat dieser traditionsreiche Erholungsort zumindest pro forma als städtischer Park aufgehört zu existieren. Umso wichtiger ist die Bewahrung des noch Vorhandenen, auch als frei zugänglicher Erholungsort im sonst an Parks und Gärten armen Magdeburger Norden.


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